Vita

Silke Wallstein studierte Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Rostock (Diplom), Elementare Musik- und Tanzpädagogik an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig (Master of Music) und hat einen anerkannten Abschluss als Theaterpädagogin BUT®. Von 2023 – März 2026 absolviert sie den berufsbegleitenden Masterstudiengang Museumspädagogik | Bildung und Vermittlung im Museum an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig.
Sie war viele Jahre im Schauspielensemble des Anhaltischen Theaters Dessau und an anderen Theaterhäusern tätig. Tourneen mit eigenen Liedprogrammen (Weill, Eisler) führten sie durch Deutschland und die USA. Sie sang die Anna I in „Die Sieben Todsünden“, die Audrey in „Little Shop of Horror“ und Frau Rottenmeier in „Heidi“, spielte die Amme in „Romeo und Julia“ und die Margarethe in „Viel Lärm um Nichts“.
Als künstlerische Leiterin der kiez-Bühne Dessau, als Regisseurin und Produzentin initiierte sie vielbeachtete Schauspiel- und Musiktheaterprojekte. Ihre Schauspielinszenierungen für historische Orte Mitteldeutschlands „Adams Schlange“, „Ein Eichenkranz für Luther“ und „Goethes Klee“ entstanden 2013-2015 in Koproduktion mit dem Anhaltischen Theater Dessau. 2014 und 2012 wurden unter ihrer Regie die Kinderopern „Max und Moritz“ und „Oskar und die Groschenbande“ (Reuter/Hillger) am Anhaltischen Theater Dessau uraufgeführt. Ihre Interpretation der Schulopern „Der Jasager/Der Neinsager“ (Weill/Bredemeyer) für das Dessauer Kurt Weill Fest 2006 wurde ins Berliner Ensemble eingeladen.
Als Theaterpädagogin BuT® entwickelt sie für die verschiedensten Altersgruppen interdisziplinäre Workshopformate an der Schnittstelle von Schauspiel, Bewegung, Musik und Gestaltung und leitet Theater- und Musicalprojekte an Schulen.
Silke Wallstein arbeitet als Referentin in der Grundlagenbildung Theaterpädagogik BuT® bei LanZe Sachsen-Anhalt und in der Aus- und Weiterbildung von Pädagog*innen. 2024-2025 war sie im Vorstand des Landesverbandes für Museumspädagogik Ost (LVMPO). Von 2012 bis 2022 war sie Vorstandsmitglied bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Spiel und Theater (BAG), Mitglied im Rat für Darstellende Kunst und Tanz sowie des Fachbeirates Kulturelle Bildung beim Deutschen Kulturrat. Sie übernimmt regelmäßig Berater- und Jurytätigkeiten.
Von 2016 – 2021 war sie künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin (Bauhaus Agentin/kuratorische Vermittlerin) an der Stiftung Bauhaus Dessau. Dort entwickelte sie Theater- und Kunstprojekte, Workshops und Hörfeatures zum Thema Bauhaus, digitale Formate sowie pädagogisch-didaktisches Material, konzipierte interaktive Erlebnisführungen durch die Dessauer Bauhausbauten, war Mitautorin des Buches „bauhaus aktiv“, und kuratierte verschiedene Vermittlungsprogramme. Ihr Forschungsinteresse gilt künstlerischen und partizipativen Formen von Kunst- und Kulturvermittlung.
Seit November 2021 arbeitet sie als wissenschaftliche Referentin für Bildung und Vermittlung bei der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz. Zu den stiftungseigenen UNESCO-Weltkulturerbestätten (Schlösser, Gärten) entwickelt sie theatrale und digitale Vermittlungsformate, interaktive Entdeckertouren, Mitmachformate und pädagogisch-didaktische Materialien. Silke Wallstein beteiligt sich an der Konzeption von Ausstellungen und war verantwortlich für die Umsetzung eines Audioguides (Kinder, Erwachsene, deutsch, englisch) anlässlich der Dauerausstellung „Das ganze Land ein Garten“ im Haus der Fürstin in Wörlitz. Darüber hianus schrieb sie das Kinderbuch „Die verrückteste Schule des 20. Jahrhunderts“ und spielt im Monolog „Gärtnerin aus Liebe“ die Rolle der Luise Schoch.
